Werben wie die Profis – Azubimarketing bei den Berliner Verkehrsbetrieben

Schüler beim Stand der Berliner Verkehrsbetriebe auf der Einstieg Berlin Foto: Einstieg GmbH

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind die Lieblinge der deutschen Werbebranche. Durch ausgefallene Kampagnen macht das Nahverkehrsunternehmen immer wieder auf sich aufmerksam. Zuletzt wurde der BVG-Turnschuh mit eingebauter Jahreskarte zur besten Werbekampagne des Jahres 2018 gekürt. Seit mehreren Jahren ist die BVG immer wieder bei der Einstieg Berlin zu Gast. Wir haben mit Susan Ullrich und Alena Tinkloh vom BVG-Personalmarketing über die kreativen Höhepunkte im BVG-Azubimarketing gesprochen. 

Welche Maßnahmen zur Azubigewinnung haben die Berliner Verkehrsbetriebe in 2018 eingesetzt –online und offline?

Im Rahmen unseres Schülermarketings setzen wir jedes Jahr neben der regulären Anzeigenschaltung auf einen Marketingmix aus Online-Werbung und klassischen Offline-Maßnahmen. Uns ist vor allem der persönliche Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern sehr wichtig. Daher sind wir auf zahlreichen Schülermessen und –veranstaltungen zu finden. Zudem bieten wir ebenfalls Betriebsbesichtigungen in unserem Ausbildungszentrum an. Für die Karriere-Website, aber auch für Messen, haben wir unseren Ausbildungsmatcher zur Berufsorientierung entwickelt.
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind uns als Sprachrohr sehr wichtig. Wir machen daher auch Werbung in den eigenen Reihen und auf unseren internen Kommunikationskanälen. Natürlich nutzen wir als Nahverkehrsunternehmen auch Werbeflächen in unseren Fahrzeugen und Haltestellen. Neben dieser klassischen Werbung schalten wir Werbeanzeigen auf unterschiedlichen Social-Media- und Online-Marketing-Kanälen wie z.B. Youtube oder Google.

Was funktioniert besonders gut?

Für uns gibt es nicht DAS Medium, welches am besten läuft und alle Bewerberinnen und Bewerber auf uns aufmerksam macht. Wie schon gesagt, ist der Marketing-Mix für uns sehr wichtig, da wir über die einzelnen Kanäle unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und so Bewerberinnen und Bewerber generieren.

Was gibt es am Stand auf den Einstieg Messen für die jugendlichen Besucher zu entdecken?Wie schaffen Sie es, in Interaktion mit den Schülern zu treten?

Unser Stand ist im Design einer U-Bahn gestaltet. Schon allein das Layout spricht die Jugendlichen an. Wir bieten Sitzmöglichkeiten auf den U-Bahn-Sitzen oder Sitzwürfeln. Zudem ist der Stand komplett offen gestaltet, sodass jeder den Stand betreten kann. Wir haben einen großen Display, auf dem man schon von weitem die wichtigsten Infos finden kann. Durch die Höhe unseres Messestandes sind wir auch aus größerer Entfernung gut sichtbar. Unsere Tablets, auf denen unser Ausbildungsmatcher zu finden ist, sind sehr zentral und für die Besucherinnen und Besucher leicht zugänglich platziert. Aber auch der schönste und tollste Messestand wäre nichts ohne das Messestandpersonal. Wir setzen hier auf Freundlichkeit, Offenheit und Authentizität. Daher nehmen wir viele unserer eigenen Azubis mit, die von ihrer Ausbildung berichten können. Zusammen mit unseren Ausbildern, die ebenfalls dabei sind, können sie interessierte Besucherinnen und Besucher optimal beraten.

 

Mehr Besucher? – Diese Messestände fallen besonders auf!

 

Was ist in Ihren Augen zu beachten, wenn man heute mit Schülern kommuniziertHat sich etwas verändert in den letzten Jahren?

Die Zahl der (anerkannten) Ausbildungsberufe ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Damit sind viele Schülerinnen und Schüler ein Stück weit überfordert. Wir sehen das nicht als komplettes Desinteresse, sondern versuchen, die eigenen Ausbildungsberufe einfach und mit vielen Praxisbeispielen zu erläutern, sodass sich die Schülerinnen und Schüler ein Bild von dem Ausbildungsberuf machen können und verstehen, was dahinter steckt.

Wie schaffen Sie es, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren?

Mit unserem Schülermarketing machen wir auf uns als Ausbildungsbetrieb aufmerksam. Allerdings ist es noch wichtiger, dass die Ausbildung selbst überzeugt. Wir setzen daher auf eine hohe Qualität unserer Ausbildung, wofür wir bereits seit 2016 durch die IHK ausgezeichnet sind.

Was sind Ihre Pläne für  2019?

Wie jedes Jahr haben wir das Ziel, unsere Ausbildungsplätze mit den besten Bewerberinnen und Bewerbern zu besetzen. Daneben ist es für uns auch sehr wichtig, mehr Frauen für unsere gewerblich-technischen Ausbildungsberufe bei den Berliner Verkehrsbetrieben zu gewinnen.

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