Candidate Journey: Der persönliche Kontakt ist auch den Digital Natives wichtig

Candidate Journey: Der persönliche Kontakt ist auch den Digital Natives wichtig

Wie tickt der Nachwuchs bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Studienplatz, also auf seiner Candidate Journey? Sehr digital! Sollte man jedenfalls meinen. Schaut man allerdings auf eine aktuelle Studie der Uni Bayreuth in Zusammenarbeit mit Persoblogger.de und der Strategieberatung The Ringsight zum digitalen Verhalten von Studierenden auf der Suche nach einem Job, kann man zu einem anderen Schluss kommen.

Virtuelle Karrieremessen, Chats mit Personalern sowie Chatbots finden bei Studierenden wenig Anklang. Sobald ein realer Mensch, wie beispielsweise beim Video-Interview, in Erscheinung tritt, steigen die Zustimmungswerte hingegen. An Gesprächen mit Unternehmensvertretern auf Karrieremessen sind sogar fast die Hälfte der Studierenden interessiert.

Quelle: Persoblogger.de
Quelle: Persoblogger.de

Studierende sind bei der Herausgabe ihrer Daten zurückhaltend

Unternehmensvertreter möchten mit ihren zu gewinnenden Zielgruppen in einen persönlichen Austausch eintreten. Dafür sind häufig persönliche Daten zur Kontaktaufnahme erforderlich.

Eine Bereitschaft zur Herausgabe von Kontaktdaten kann kaum durch die Zahlung von Geld oder das Schenken von Werbemitteln positiv beeinflusst werden.

Gewinnspiele veranlassen die Befragten etwas mehr zur Datenfreigabe. Auch an dieser Stelle spielt der Faktor persönlicher Umgang miteinander im Recruiting eine große Rolle, denn Studierende geben laut der Studie ihre Daten gerne heraus, wenn sie den Unternehmensvertreter sympathisch finden. Dieser Sympathie-Faktor wird nur noch vom Eigeninteresse der Befragten übertroffen, wenn sie ein konkretes Interesse an einem Praktikum oder Job im Unternehmen haben.

Quelle: Persoblogger.de

Für Studierende zählen vor allem die direkten Arbeitserfahrungen wie Arbeitsaufgabe und Arbeitsatmosphäre. Work-Life-Balance, ein angemessen hohes Entgelt sowie Aufstiegs- bzw. Karrieremöglichkeiten folgen mit deutlichem Abstand. Bei Studierenden verhältnismäßig weniger relevant für die Beurteilung der Arbeitgeberattraktivität sind Eigenschaften des Unternehmens wie beispielsweise die generelle Unternehmenskultur, das Image des Unternehmens, dessen Innovationfähigkeit oder die internationale Ausrichtung.

Das Informationsbedürfnis während der Candidate Journey ist hoch

Dabei haben sowohl Unternehmensbroschüren als auch Karriereseiten im Netz große Bedeutung. Die Mehrzahl der Studierenden zieht diese zu Rate und nimmt dann ihrerseits bei Interesse mit Unternehmen Kontakt auf. Sollen Daten direkt auf einer Karriereveranstaltung eingesammelt werden, so bevorzugen die Studierenden deutlich eine elektronische Variante via digitalem Formular (z.B. Tablet) gegenüber papiergestützten Lösungen.

Der Eingabe von persönlichen Kontaktdaten in Online-Formulare stehen die meisten Befragten relativ sorgenfrei gegenüber. Lediglich ein Zehntel hat hier Bedenken zum Beispiel mit Blick auf den Datenschutz. Vertrauen zum potentiellen Arbeitgeber ist bei der Bereitstellung von Daten essentiell.

Quelle: Persoblogger.de

Lesen Sie hier wie es mit Ihrer Zielgruppe weitergeht…

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