Corporate Benefits: So überzeugen Sie die Young Talents

Benefits helfen bei der Gewinnung von Auszubildenden

Der demografische Wandel hat die Kräfteverhältnisse am Arbeitsmarkt deutlich verändert: Selbst renommierte Unternehmen, denen die Bewerber früher die Tür eingerannt haben, müssen heute um die passenden Mitarbeiter regelrecht kämpfen. In diesem vielzitierten „War for Talents“ reicht das Zahlen von hohen Gehältern längst nicht mehr aus, um auf dem Arbeitsmarkt wie gewünscht zum Zuge zu kommen. Vielmehr achten Bewerber heutzutage stark auf die sogenannten Corporate Benefits, also die Zusatzleistungen, die ein Unternehmen seinen Mitarbeitern zukommen lässt. Angefangen beim Jobticket oder Jobfahrrad bis hin zur Altersvorsorge.

Über die Art der Benefits entscheidet in den meisten Unternehmen die Personalabteilung. Sie sollte hinterfragen, was zum Unternehmen und zu den Mitarbeitern passt und inwiefern eine Differenzierung gegenüber Wettbewerbern möglich ist. Denn mittlerweile bietet nahezu jedes Unternehmen Benefits an. Anbieten sollte übrigens nicht nur bedeuten, bestimmte Benefits bereitzuhalten, die potenziellen Bewerber müssen natürlich auch davon erfahren. Als Arbeitgeber sollten Sie also auf Ihre Zusatzleistungen hinweisen, beispielsweise auf Bewertungsplattformen wie Kununu und Glassdoor und vor allem auf der eigenen Karriereseite.

Welche Corporate Benefits sind besonders gefragt?

Das überraschende Ergebnis einer Studie hierzu von Michael Page: Nicht der Firmenwagen oder das Angebot an Schokolade und Snacks gehören zu den beliebtesten Anreizen im Job. Mit 72 Prozent kommt derzeit keinem anderen Benefit so viel Bedeutung zu wie das Angebot einer Altersvorsorge. Auf Platz zwei landen mit 62 Prozent Dienstgeräte wie Laptops und Smartphones. Außerdem reizen viele Mitarbeiter zusätzliche Urlaubstage (51 Prozent). Die Studie zeigt auch: Nicht nur zwischen den Geschlechtern, auch zwischen den Generationen gehen die Meinungen über die angebotenen Vorteile auseinander.

So kommt es bei den unter 35-Jährigen besonders gut an, wenn der Arbeitgeber eine Lebensversicherung oder eine private Krankenversicherung als Zusatzleistung anbietet. Auch ein Zuschuss zur Kinderbetreuung ist für jüngere wichtiger als für ältere Mitarbeiter. Unter 35-Jährige schätzen es außerdem im Vergleich zu älteren Arbeitnehmern fast doppelt so häufig, wenn ein Unternehmen einen Zuschuss für das Fitnessstudio anbietet (31 vs. 17 Prozent). Wenn es darum geht, einen neuen Schritt auf der Karriereleiter zu nehmen, spielt Geld eine entscheidende Rolle. Für 82 Prozent der jungen Bewerber ist eine potenzielle Gehaltserhöhung ein wichtiger Grund für den Jobwechsel. Schaut man auf weitere Beweggründe für einen Arbeitsplatzwechsel, so sind sich alle Altersgruppen weitestgehend einig:

  • Besseres Arbeitsklima (95 Prozent)
  • die Möglichkeit zur beruflichen Weiterbildung (91 Prozent)
  • die Anerkennung der eigenen Arbeit (87 Prozent)

stehen für Bewerber an oberster Stelle. Nicht nur das Alter, auch die unterschiedlichen Geschlechter wirken sich bei der Bewertung von Benefits aus: Während sich Männer durch einen Dienstwagen locken lassen (43 Prozent), sind für Frauen zusätzliche Urlaubstage ein großer Anreiz (58 Prozent).

Darauf müssen Arbeitgeber bei Zusatzleistungen achten

Grundsätzlich kommen Zusatzleistungen allen Mitarbeitern zugute. Das heißt, niemand darf ausgegrenzt werden. Natürlich können Sie einzelne Leistungen auf Gruppen beschränken. Das macht sogar Sinn, denn nicht jeder kann einen Tankgutschein gebrauchen oder freut sich über einen Kita-Zuschuss. Unabhängig davon, was Sie an Leistungen anbieten, die Grenze für Sachbezüge pro Mitarbeiter pro Monat liegt bei 44 Euro. Ein relevanter Vorteil von Benefits gegenüber einer Gehaltserhöhung ist übrigens, dass für Sachbezüge oft keine oder nur geringe Steuern anfallen.

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