Gap Year – Auch Unternehmen und Hochschulen können die „Lücke“ füllen

Viele Unternehmen und Hochschulen lassen das Gap Year ungenutzt

Unternehmen und Hochschulen suchen nach jungen Menschen, die für ihre Ausbildungs- und Studienplätze geeignet sind. Dabei lassen sie zumeist eine Chance ungenutzt: Das Gap Year!

Wenn man den Begriff Gap Year googelt, stößt man auf zahlreiche Anbieter von Work-and-Travel-Angeboten, Au-pair-Programmen oder Sprachreisen. Und tatsächlich ist die „Lücke“ zwischen dem Ende der Schulzeit und dem Beginn von Ausbildung oder Studium der perfekte Zeitraum, um einen längeren Auslandsaufenthalt zu absolvieren, eine neue Kultur und Sprache kennenzulernen bzw. zu vertiefen. Inzwischen gibt es für jeden, der nach der Schule ins Ausland will, das passende Programm.

Aber was ist mit den Schulabgängern, die in der Heimat bleiben wollen? Und das sind immer noch einige. Hier könnten Sie als Recruiter ins Spiel kommen. Warum warten, bis sich der Nachwuchs um eine Ausbildung oder einen Studienplatz bewirbt? Warum die potenziellen Azubis und Studenten nicht schon früher finden? Bieten Sie als Unternehmen oder als Hochschule ein Gap-Year-Programm an, bei dem Sie die Teilnehmer wirklich kennenlernen und am Ende wissen, ob Sie ihnen einen Ausbildungs- bzw. Studienplatz anbieten möchten.

Orientierungsprogramme an Hochschulen

Viele Hochschulen gehen seit ein paar Jahren in diese Richtung und bieten Orientierungsprogramme unterschiedlicher Art an. Diese reichen von Schnupperwochen über Orientierungssemester bis hin zu einem kompletten Orientierungsstudienjahr. Durch die verkürzte Schulzeit sind die Studienanfänger heute teilweise noch nicht einmal volljährig. Nach Beobachtung vieler Studienberater sind Schülerinnen und Schüler häufig recht unsicher und deshalb dankbar für ein solches Orientierungsjahr.

Mehr als ein Praktikum

Anders sieht es bei den Unternehmen in Sachen Gap Year aus. Viele bieten zwar Praktika an, dabei geht es den meisten Unternehmen aber nicht darum, die jungen Menschen wirklich näher kennenzulernen und zu schauen, ob ein spätere Ausbildung oder ein duales Studium für beide Seiten Sinn machen könnte. Damit verpassen Sie einerseits die Chance, sich als Arbeitgeber vorzustellen ­– und das im Zeitalter des Employer Brandings. Auf der anderen Seite versäumen Sie es, Talente frühzeitig zu finden und an sich zu binden.

Fazit

Egal, ob Hochschule oder Unternehmen, als Recruiter sollten Sie unbedingt das Gap Year zwischen Schule und Ausbildung oder Studium für sich nutzen, indem Sie spezielle Programme für die junge Zielgruppe entwickeln. Versuchen Sie dabei möglichst, etwas Neues zu schaffen, bei dem das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund steht. Entwerfen Sie eigene Werbemittel für das neue Programm und stellen Sie es auf Ausbildungs- und Studienmessen oder speziellen Messen zum Gap Year vor.

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