Recruiting von übermorgen: So entwickelt sich Ihre Zielgruppe

Einstieg Messen finden an attraktiven Standorten statt

Wer Studierenden- und Auszubildendenmarketing betreibt, der muss sich stets auf dem Laufenden halten. Auch wir fragen uns immer wieder aufs Neue, wie wir junge Menschen in Sachen Berufswahl begeistern können. Welche Erwartungen, Wünsche und Vorlieben haben sie? Gibt es neue Kommunikationskanäle, die sie nutzen? Und welche Trends sind gerade angesagt? All das ist entscheidend, wenn es um das Recruiting von übermorgen bzw. um die Planung neuer Konzepte und Strategien geht.

Wir haben uns zudem die Frage gestellt, ob sich Entwicklungen hinsichtlich unserer Zielgruppe auch länger im Voraus planen lassen. Wie sehen zum Beispiel die Schülerzahlen im Jahr 2030 aus? Wird es regionale Unterschiede geben und wenn ja, wie können wir Jugendliche dort ansprechen? Wir haben mögliche Antworten auf genau diese Fragen gefunden. Aber wir werfen zunächst einen Blick auf die momentane Situation.* 

Positive Tendenz: es gibt mehr neue Ausbildungsverträge

Diese Nachricht dürfte nachwuchssuchende Unternehmen gefreut haben: Nachdem schon im Jahr 2017 4.100 junge Menschen mehr als noch im Vorjahr einen Ausbildungsvertrag unterschrieben haben (insgesamt 515.000 Jugendliche), setzt sich diese Entwicklung anscheinend fort:

Laut dem Statistischen Bundesamt sind im Jahr 2018 noch einmal 4.000 Ausbildungsverträge mehr geschlossen worden. Das entspricht einem Zuwachs von 0,8 Prozent. Damit beläuft sich die Zahl der Neu-Azubis auf rund 519.700.

Regional haben von der Entwicklung vor allem Hessen (+3,0 Prozent), Berlin (+2,3 Prozent), Sachsen (+1,8 Prozent) und Brandenburg (+1,7 Prozent) profitiert.

Die positive Tendenz ist laut dem Berufsbildungsbericht 2019 vor allem mit der höheren Ausbildungsbeteiligung von Menschen mit Fluchthintergrund zu erklären.

Leicht rückläufig: Die Zahl der Studienanfänger

Im Wintersemester 2018/19 gab es dem Statistischen Bundesamt zufolge an deutschen Hochschulen 508.828 Studienanfänger. Nach steigenden Zahlen in den vergangenen beiden Jahren ist das der erste leichte Rückgang.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich damit 4.000 Menschen weniger zu einem Studium entschlossen. Das Minus von 0,4 Prozent ist keine besorgniserregende Entwicklung, denn die Studierendenzahlen sind nach wie vor hoch. 

Die meisten Studienanfänger hat Nordrhein-Westfalen mit mehr als 120.000 Erstsemestern, es folgen Bayern (>77.000), Baden-Württemberg (~75.000), Hessen (~45.000) sowie Niedersachsen und Berlin (jeweils ~37.000).

Nach wie vor angespannt: die Situation auf dem Ausbildungsmarkt

Auch wenn die momentane Situation erfreulich zu sein scheint – vor allem kleinere Ausbildungsbetriebe haben nach wie vor große Probleme, Azubis zu finden. Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnete zum Ende des Ausbildungsjahres noch 57.700 offene Stellen bei den Betrieben, das sind 8.700 Stellen mehr als noch im Vorjahr (17,7 Prozent).

Dem gegenüber stehen 24.500 unversorgte junge Menschen, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben – das sind 3,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 

Die Gründe sind bekannt und vielfältig: Eine große Rolle bei der Berufsentscheidung spielen laut Berufsbildungsbericht 2019 interessante Inhalte, das Gehalt, Karrieremöglichkeiten, das Image und die gesellschaftliche Anerkennung des Berufs.

Auch regional sind die Unterschiede groß. Während der Süden Bayerns, das Münsterland und auch das Emsland weniger Passungsprobleme haben, gehen die Ansprüche von Betrieben und Ausbildungssuchenden in Regionen im Nordosten Deutschlands und auch im Ruhrgebiet weit auseinander. Hier sind die Passungsprobleme besonders groß.

Herausforderungen durch sinkende Schüler- und Schulabgängerzahlen

Um die zukünftigen Herausforderungen des Studierenden- und Auszubildendenmarketings einschätzen zu können, müssen wir einen Blick auf die Entwicklung der Schülerzahlen werfen: Im Schuljahr 2018/2019 besuchten insgesamt 8,3 Millionen Schülerinnen und Schüler allgemeinbildende Schulen, das sind 0,2 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Weniger Schülerzahlen bedeuten auch weniger Schulabgänger und damit auch weniger junge Menschen, die sich für eine Ausbildung oder ein Studium begeistern lassen. 

Die negative Entwicklung betrifft besonders Niedersachsen (-1,1 Prozent). Aber auch Rheinland-Pfalz (-0,8 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (-0,7 Prozent) verzeichnen Verluste.

Und noch ein Trend ist feststellbar: Schulabgänger haben zunehmend höhere Bildungsabschlüsse. Während die Zahl der Schüler mit Hauptschul- und Realschulabschlüssen sinkt, steigt die Zahl derer mit Hochschulzugangsberechtigung – Ausbildungsbetriebe und Hochschulen treten also noch mehr in Konkurrenz zueinander.

Und wie wird die Situation in den kommenden Jahren aussehen? Das Bundesinstitut für Berufliche Bildung (BIBB) hat unter anderem anhand der Schulstatistiken der Kultusministerkonferenz versucht, die Entwicklung der Schulabgänger-Zahlen vorauszusagen.

Das Ergebnis: Die Schulabgängerzahlen werden voraussichtlich bis zum Jahr 2025 sinken, erst danach ist wieder mit einem leichten Anstieg zu rechnen. Allerdings wird die Zahl der Schulabgänger im Jahr 2030 unter dem Niveau von 2017 liegen.

So erreichen wir Schüler in Regionen mit Versorgungs- und Besetzungsproblemen

Die momentane Situation wird sich also aller Voraussicht nach verschärfen – für Ausbildungsbetriebe aber auch für die Hochschulen. Und wir stehen umso mehr vor der Aufgabe, Ihnen bei der Rekrutierung von geeigneten Auszubildenden und Studierenden zu helfen.

Mit unseren Messestandorten in Hamburg, Berlin, Dortmund, Köln, Frankfurt, Karlsruhe und München sind wir schon gut aufgestellt. Weil das Einzugsgebiet der Einstieg Messen in einem Umkreis von 250 Kilometern liegt, erreichen wir auf diesem Wege auch Schüler in den Regionen, wo es überdurchschnittlich hohe Versorgungs- und Besetzungsprobleme gibt: im Ruhrgebiet, in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen und im nordwestlichen Bayern.

Mit unserem jüngsten Messekonzept, dem Ausbildungstag Ahrweiler, unterstützen wir zudem Unternehmen und Schulabgänger in Rheinland-Pfalz. Denn auch in dem Bundesland mit der sechsthöchsten Schülerzahl gibt es einen erhöhten Bedarf auf dem Ausbildungsmarkt.

Weil wir die Vorlieben unserer Zielgruppe kennen, wissen wir natürlich auch, dass wir ihre Aufmerksamkeit vor allem dann bekommen, wenn wir online aktiv sind. Durch verschiedene Maßnahmen wie zum Beispiel gezieltes Content-Marketing, Usability-Optimierungen und die Weiterentwicklung redaktioneller Inhalte haben wir große Reichweitenzuwächse auf Einstieg.com erzielt: Unsere Karriereseite konnte monatlich bis zu 750.000 Seitenaufrufe verzeichnen. Sogar in den vergangenen 30 Tagen haben wir mehr als 460.000 Seitenaufrufe festgestellt – und das trotz Sommerferien. Zudem gab es monatlich 20.000 Aufrufe von Stellenanzeigen, mehr als 10.000 Suchanfragen führten zu Kundeninseraten, Gap-Year-Angeboten oder Studiengangprofilen und mindestens ebenso oft wurde der Interessencheck durchlaufen.

Wir werden auch zukünftig am Ball bleiben, um diese erfreuliche Entwicklung fortzusetzen und deutschlandweit möglichst viele Schüler auf unsere und damit auch auf Ihre Ausbildungs-, Studien- und Gap-Year-Angebote aufmerksam zu machen.

Flügge-Kongress: Experten teilen ihr Recruiting-Wissen

Für alle, die noch mehr über das Recruiting von übermorgen wissen wollen: Wir teilen unser Wissen über erfolgreiches Ausbildungsmarketing gerne mit Ihnen. Auf dem Flügge-Kongress am 12. und 13. September in Köln gibt es Best-Practice-Beispiele, Vorträge mit führenden Rekrutierungsexperten, Live-Dialoge mit der GenZ, Tipps to go, interaktive Workshops und viel Raum zum Netzwerken und Austausch – und das in einer tollen Location mit leckerem Essen. Sichern Sie sich jetzt Ihr Ticket!

 

*Quellen: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, Bundesministerium für Bildung und Forschung (Berufsbildungsbericht 2019), Kultusministerkonferenz (Schulstatistik), Bundesministerium für Berufsbildung (BIBB)

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