Virtual Reality im Recruiting: wie Hochschulen und Unternehmen Ihre Ausbildungswege und Studiengänge erlebbar machen

VR Brille

Mittendrin statt nur dabei – auf nichts trifft dieser alte DSF-Claim so gut zu wie auf Virtual Reality. Ist es nicht wunderbar, dass wir heute auf die Malediven reisen oder ein Konzert besuchen können, ohne ein teures Ticket kaufen zu müssen? Inzwischen ist die Technik so weit, dass die virtuelle Umgebung als real empfunden wird. Ist der Grad der Immersion („Eintauchen“) besonders hoch, ist das, was wir erleben, extrem präsent. Unser Gehirn verarbeitet die VR-Erfahrung deshalb im Nachhinein so, als wären wir tatsächlich an einem bestimmten Ort gewesen.

Es liegt nahe, Virtual Reality auf Berufswahlmessen zu nutzen, um dem Azubi- und Studierendenmarketing eine neue Dimension zu geben. Zum Beispiel mit einem virtuellen Rundgang durch die Ausbildungswerkstatt oder über den Campus. Setzen Sie Schülern doch mal eine Datenbrille auf und lassen Sie sie via 360-Grad-Anwendung Ihr Gebäude erkunden. Ich wage die These, dass Sie als Aussteller mit einem solchen Angebot den Jugendlichen nachhaltiger in Erinnerung bleiben als mit einem reinen Infogespräch. Vor allem jetzt, denn nach wie vor setzen eher wenige Aussteller diese Technik ein und Sie würden sich entsprechend von anderen Messeständen abheben. Die Messebesucher hätten sofort einen viel stärkeren Eindruck von ihrem potenziellen Arbeitgeber bzw. ihrer künftigen Hochschule, den sie so in keiner Print-Broschüre und auf keiner Website bekommen können. Virtuelle Touren können zwar keine echten Campus-Besuche ersetzen. Aber sie können zumindest die Auswahl der infrage kommenden Hochschulen eingrenzen und zu einem Besuch animieren.

Flysticks und Datenhandschuhe

Natürlich sind virtuelle Rundgänge durch die Produktionshallen oder die Mensa nicht die einzigen Möglichkeiten, VR auf Berufswahl-Messen zu nutzen. Es geht noch viel mehr! Unternehmen könnten interessierte Jugendliche auch gleich auf spezifische Fähigkeiten und Fertigkeiten testen, die man für die angebotene Ausbildung benötigt. Denn VR eignet sich nicht nur zum bloßen Konsum. Durch spezielle Eingabegeräte wie etwa Datenhandschuhe, Flysticks und omnidirektionale Laufbänder ist längst auch Interaktion im virtuellen Raum möglich. Selbstredend, dass diese Gimmicks genauso wie die Datenbrillen ständig weiterentwickelt werden und wir hier in den nächsten Jahren noch bahnbrechende Neuerungen erwarten dürfen. Doch schon heute sind die Möglichkeiten gegeben. Es gibt zum Beispiel VR-Trainings für angehende Chirurgen oder Zahnärzte, mit dem diese, die Datenbrille auf der Nase und den Bohrer in der Hand, auf einem berührungs- und drucksensiblen Touchpad ihr Handwerk üben.

Unser Kollege René Ronz hat sich auf der Einstieg Köln umgesehen und ein paar Beispiele aus der Praxis mitgebracht.

Die Europäische Flugsicherung (Eurocontrol) etwa bildet über Virtual Reality ihre Arbeitsumgebung ab. Ein virtueller Rundgang durch das Kontrollzentrum zeigt interessierten Schülern ihren künftigen Arbeitsplatz. Bei der Apothekerkammer Nordrhein war ein Film zu bewundern, der den ersten Arbeitstag einer pharmazeutisch-technischen Assistentin (PTA) und einer pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA) zeigt. Das SAE Institute präsentiert am Stand ein Studierendenprojekt. Stolze 5.000 Stunden Arbeit haben die Studis der privaten Hochschule in ein VR-Game investiert. Mit dem Projekt wirbt die Hochschule für einen neuen Studiengang, der sich mit Virtual Reality beschäftigt. Auch bei Penny gab es ein VR-Erlebnis. Zu sehen war der Arbeitstag eines Einzelhandelskaufmanns. Eine aufwändige Produktion mit Ton und Schauspielern.

Wann tauchen Sie ein in virtuelle Welten? Wir hoffen, schon bald! Gerne beraten wir Sie auch dazu, wie Sie die Technik einsetzen können, um Ihre jungen Messebesucher zu begeistern.

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